November 8th, 2011
eine Tanzperformance von Yui Kawaguchi und theater-51grad.com

In dem Tanzprojekt “Bubble Boxing”, das die Kunst der “Sprechblasen” im Manga und Comic in den Fokus rückt, entwickelt Kawaguchi gemeinsam mit dem portugiesischen Tänzer Gonçalo Cruzinha die Begegnung und Annäherung zweier Menschen. Wie Projektionsflächen ihrer Gefühle, Gedanken und Konversationsversuche leuchten Sprechblasen auf. Diese Blasen verkörpern die Sehnsucht nach einem Dialog, in dem wir unsere Existenz fühlen und erkennen. Im quadratischen Ring beherrschen die Protagonisten ihre„Bubbles”, sie kreuzen die Klingen und kreieren ein Drama. Sie ringen um Verständnis, kämpfen miteinander, aber treffen immer wieder sich selbst. Wo geht dieses Spiel hin? Was drängt mich an die Wand? Wann wird der nächste Gong geschlagen?
Spieltermine:
10.(Premiere) +11. November 2011, jeweils 20.30 Uhr im DOCK 11
Wiederaufnahme: 2.-5. Februar 2012, jeweils 20.30 Uhr im DOCK 11
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October 30th, 2011

Christoph Winkler zieht Parallelen zwischen Lautréamonts „Gesängen des Maldoror”, eines der einzigartigen Werke der Literaturgeschichte und der heutigen Unterhaltungsindustrie. Damals wurden die sechs Gesänge vom Verleger aus Angst vor juristischen Folgen wegen der dargestellten Grausamkeit im Buch zurückgezogen. Heutzutage ist das „Böse” Teil der Popkultur und wird dementsprechend gefeiert wie man am Beispiel des gerade mal 20 Jahre alten Rapper Tyler Okonma, besser bekannt als „Tyler The Creator” sehen kann, der jüngst bei den VMAs die Auszeichnung „ Best New Artist” bekam. Er rapt von Sex und Gewalt und verliert sich in seinen Texten gerne in weitschweifenden Gewaltphantasien, die in den vergangenen Monaten die Hip-Hop Welt auf den Kopf stellten.
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October 27th, 2011
Tanz-Video-Produktion von Victoria Söntgen und Benjamin Jantzen
Drei Tänzerinnen mit unterschiedlichem Tanzhintergrund bewegen sich in und durch virtuelle Architektur. Dabei erzeugen geometrische Figuren Bewegung, ebenso wie die Bewegung wiederum neue Formen im Raum erschafft. Wer reagiert auf wen? Wer manipuliert? Wer spielt mit wem? Beim Spiel mit der Wahrnehmung werden einzelne Elemente ins Zentrum gerückt und Blickwinkel (wieder) verschoben. Durch das Spannungsverhältnis zwischen Licht, Projektion und Tänzerkörper gerät schließlich auch der Raum selbst in Bewegung.
Uraufführung: SA 29. Oktober, 20 Uhr
SO 30. Oktober, 20 Uhr
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr.6-8, 68167 Mannheim
Tanz: Andrea Böge, Victoria Söntgen, Kristina Veit Medienkunst: Benjamin Jantzen Musik: Alex Azary Kostümbild: Melanie Riester Dramaturgie: Mareike Uhl
Produktionsleitung: Benjamin Bay
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October 20th, 2011
CHOREOGRAPHIE/KONZEPT Kadir Memis alias Amigo / SCHAUSPIEL Cetin Ipekkaya / TANZ Andrea Böge, Louis Becker, Kadir Memis / RAP Bektas Turhan / MUSIK Nevzat Akpinar, DJ IllVibe, Andreas Weiser / LICHT Roger Irman / BÜHNENBILD Andrej von Schlippe /DRAMATURGIE Zula Lemes
Sonntag, 23.10.11/ KunstKulturQuartier TAFELHALLE Nürnberg/19:00Uhr
Geschichte einer Mannwerdung zwischen Berlin und Istanbul. Harte Jungs sind hier versammelt: Eine Gang lauert dem Neuling im Revier auf, zwei Männer konkurrieren um die Aufmerksamkeit einer Frau, zwei andere messen sich in getanztem Wettstreit. Dazwischen fährt Rapper Bektas Turhan den umherirrenden Memis an: Hör auf zu weinen, alle gucken uns zu! In seiner Tanztheaterperformance geht es Kadir Memis um die Rolle des Mannes in patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen, unterdrückte Männergefühle und um Hüzün, diese bestimmte Istanbuler Melancholie. Hier hat jeder so sein eigenes Alleine-Gefühl, wenn er traurig ist, sagt er. In der Türkei gehst du in ein Café, du trinkst etwas, hörst Arabesque-Musik – und wenn du weinst, dann weinen andere mit. Lange habe ich es nicht verstanden, nicht einmal gewusst, dass ich danach suche. Für ihn ist es eines von vielen Puzzle-Teilchen, um seine eigene Geschichte besser zu verstehen. Anhand dieser reflektiert er die Schritte der Mannwerdung in seinem Leben zwischen Deutschland und der Türkei. Er verbindet Breakdance mit Zeybek, dem traditionellen, türkischen Männertanz und macht dabei keine Umschweife um die harten Themen: der Stock der Hodschas in den Koranschulen und der wohl schmerzhaftestes Teil seiner Mannwerdung, die Beschneidung. 
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