
Konzept und Choreographie Helena Waldmann
Tanz: André Soares, Brit Rodemund, Moo Kim und Tobias M. Draeger
Dramaturgie und Stückentwicklung: Dunja Funke
Licht: Herbert Cybulska
Bühne: Jochen Sauer
Kostüm: Mari Krautschick
Choreographische Mitarbeit: Bernardo Colomar
15./16.Dezember 2011 jeweils um 19.30Uhr im Radialsystem
Dieses Nie-glücklich-sein. Auch nie wirklich unglücklich. Euphorie? Gibt’s wohl nur um den Preis einer kleinen Depression. Glück, sagte Adorno, entfaltet sich erst am aufgehobenen Leid. Wenn wir nie unglücklich sind, keine Schmerzen haben, an nichts leiden, können wir Glück auch nicht empfinden.
“Ein bisschen Wahnsinn tut immer gut”, findet Helena Waldmann. In “GlückStück” lässt die Berliner Tanzregisseurin ihre vier Protagonisten - u.a. die “Tänzerin des Jahres 2011″ der Zeitschrift “tanz”, Brit Rodemund - an den Verhältnissen reißen, die sonst das Leben im Mittelbereich stets bloß einbetonieren.
Helena Waldmanns Inszenierung - auf kleinstem Raum, mit furioser Energie - zeigt die ganze Bandbreite zwischen Absturz und Höhenflug, sie arbeitet gegen das Unglück der Angst: Angst vor dem Überschreiten des angeblich Maßvollen, dem Zerschreddern einer behaupteten Normalität, dem Abwerfen verordneten Ruhigseins. Ihr Glück ist das der Rebellion und das der Würde, über sich selbst zu bestimmen.



